Sunny & Paul Pfleger feat. Kurt Gober

Fast 40 Jahre nach dem letzten Austria RockFestival kehrt Ewald Pfleger nach Pinkafeld zurück. Mit im Gepäck: Eine neue CD, sein Sohn Paul und Kurt Gober. Dieser Abend verspricht sensationelles!

Eine Zeitreise mit Freunden ohne Scheuklappen vor dem Morgen
Nein, ein weiteres Solo von Ewald „Sunny“ Pfleger bedeutet nicht das Ende der mehr als 40-jährigen OPUS-Ära. „Ich bin einfach ein kreativer Mensch“, lacht der Gitarrist, „und ständig am Komponieren. Das ist mir ein Bedürfnis. Und auch, dass diese Songs veröffentlicht werden!“
Es vergeht ohnehin kein Jahr ohne OPUS-Konzerte und TV-Show-Auftritte im In- und Ausland, heuer etwa von Frankreich bis Norwegen . . . und auch für „Time Flies“ hat Sunny natürlich eine Nummer mit seinen Bandkollegen geschrieben und eingespielt (das musikalisch erdige und thematisch nachdenklich machende „Lost & Found“). Wie schon der Vorgänger „Skyland“, Sunnys Solodebüt aus 2008, ist das neue Album eine natürlich gewachsene Kooperation & Inspiration mit & von langjährigen Wegbegleitern, Freunden, Kollegen und Familienmitgliedern. Allen voran Sohn Paul.
Der bereits als Single-Vorbote aus dem Radio bekannte Titelsong ist eine Synthese von Vater und Sohn. Sunny komponierte, Sohn Paul Pfleger, selbst mit zwei eigenen Bandprojekten sehr aktiv, schrieb den Text und stand vor dem Mikro. Musikalisch vermittelt der Opener zudem unsere kostbare und unfassbare Zeit auf diesem Planeten. „Natürlich ist die Nummer einerseits eine Hommage an die Sixties, meine Jugendzeit“, erklärt Sunny Pfleger, „wir wollten damit aber auch das Verrinnen der Zeit ausdrücken. Was wir nicht nur bemerken, wenn wir uns alte gemeinsame Fotos anschauen.“ Was er übrigens durch das CD-Cover mit dem Publikum teilt.
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Einen Hang zu Liebesliedern wird man auf „Time Flies“ zweifellos bemerken. „Liebe war immer schon mein großes Thema als Songschreiber“, sagt Sunny, „aber meine innige Beziehung zu Andrea, meinem Lebensmenschen, meiner Lebensliebe, ist natürlich eine ständige Inspiration, für die ich unendlich dankbar bin. Und die Liebe, die mir täglich entgegen gebracht wird, versuche ich auch, in meinen Songs auszudrücken.“
Fazit: Reminiszenzen aus den 60ern („Die Einflüsse meiner Jugend. So habe ich Pop & Rock für mich entdeckt“) bis zu den 80ern ziehen sich durch das gesamte Album. Keine Scheu also vor Nostalgie. Und ohne Scheuklappen vor dem Morgen.
„Time Flies“ deckt viele Gemütslagen und Stimmungen ab. „Fly with me“, heißt es in „End of the Day“. Möge dieser Tag noch lange andauern!